Was man zum Thema Bier wissen sollte

aus Artikeln in Wikipedia:

Bier:

"Bier ist ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das durch Gärung aus den Grundzutaten Wasser, Malz und meistens Hopfen, der so genannten Würze, gewonnen wird. Weitere Zutaten können unvermälztes Getreide, Früchte, Kräuter wie Grut oder Gewürze sein.

Für ein kontrolliertes Auslösen der alkoholischen Gärung der Stärke und der Zucker aus dem Malzanteil werden Zuckerhefen zugesetzt. Seltener werden auch Milchsäurebakterien geimpft. Bier ist ein Nahrungs- und Genussmittel.

Die Abgrenzung zu Wein besteht darin, dass für Weine Zucker aus pflanzlichen oder tierischen Quellen (zum Beispiel Honig) vergoren werden, während der Ausgangsstoff für die Gärung bei Bier immer Stärke ist. Der Zucker wird aus der Stärke von Getreide (Gerste, Roggen, Reis, Weizen, Mais) durch Mälzen gewonnen, seltener wird Stärke aus Kartoffeln oder anderem Gemüse wie Erbsen herangezogen.

Der Alkoholgehalt der meisten Biersorten liegt in Deutschland und Österreich zwischen 4,5 % und 6 %. Alkoholfreie Biere werden durch verschiedene Verfahren durch Abbrechen der Gärung spezieller Würzen oder durch Extraktion des Alkohols aus normalen Bieren erzeugt."

Biergattungen sind die in Deutschland verwendete gültige steuerrechtliche Untergliederung, die nur am Stammwürzegehalt (gemessen in Grad Plato) festgemacht wird.

Es gibt die folgenden Gattungen:

  • Einfachbier mit einer Stammwürze von 1,5 % bis 6,9 %,
  • Schankbier mit einer Stammwürze von 7,0 % bis 10,9 %,
  • Vollbier mit einer Stammwürze von 11,0 % bis 15,9 %,
  • Starkbier ab einer Stammwürze von mindestens 16,0 %“
    die bekanntesten sind:

    • Bockbier mit mindestens 16% Stammwürze
    • Doppelbock mit mindestens 18% Stammwürze

Biermischgetränke sind Biere mit Zusätzen von Erfrischungsgetränken oder Fruchtsäften sowie exotischen Beigaben wie Tequilaaroma oder Energiegetränken

Lückenbiere sind alle Biere, die zwischen den alten, vor 1993 gültigen Einteilungen liegen und früher nicht gebraut werden durften. Es sind Biere mit den Gehalten zwischen 0,0 % bis 2,5 %, 5,0 % bis 7,0 %, 8,0 % bis 11,0 % und 14,0 % bis 16,0 %. Erst durch die neue Biersteuerregelung, bei der direkt die Stammwürze maßgeblich ist, sind auch diese zugelassen.

Biersorten nach der Hefesenkung:
Obergärige Biere: Ale, Altbier, Berliner Weiße, Dinkelbier, Emmerbier, Gose, Haferbier, Kölsch und Wieß, Porter, Roggenbier, Stout,
Untergärige Biere, Weizenbier; Exportbier, Helles, Lagerbier, Märzen, Münchner Dunkel, Porter, Pils, Schwarzbier, Rotbier, Zoigl;

(Seite „Bier“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 1. Januar 2016, 22:10 UTC.
URL:
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bier&oldid=149681761
(Abgerufen: 6. Januar 2016, 19:08 UTC)
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Bier  in Deutschland:

"Biersorten und Verbreitung in Deutschland
In Deutschland wurde erstmals 736 im bayerischen Geisenfeld von einem besonderen Gerstensaft berichtet. Im Jahr 766 wurde in der ersten Bierurkunde der Welt eine Lieferung von Bier in das Kloster St. Gallen von Geisingen an der Donau beglaubigt. Klöster spielten bei der Bierherstellung im Mittelalter eine große Rolle. Einige heute bekannte Biermarken sind nach Ordensgemeinschaften benannt, wie zum Beispiel Paulaner oder Franziskaner.

1888 kam es in München zu Unruhen und Ausschreitungen, weil der Bierpreis geringfügig erhöht wurde. Dabei wurde in Wirtshäusern von den Gästen randaliert, die weder Tische noch Stühle heil ließen. Dieses Ereignis wird Salvatorschlacht genannt. (→ Hauptartikel: Geschichte des Bieres)

Obwohl nach dem deutschen Reinheitsgebot nur Malz, Hopfen, Wasser und Hefe erlaubt seien, bringen deren Zusammensetzung und die Führung des Prozesses unterschiedliche Produkte hervor. Durch Konzentration in der Brauindustrie wird oft von ein und demselben Hersteller das gesamte Sortiment produziert. Die Vielfalt von (teils lokalem) unterschiedlichem Bierangebot wird durch die Braurestaurants vertreten.

Pils
Das Bier, auch Pilsener oder Pilsner, ist ein nach Pilsner Brauart untergärig gebrautes Bier. Es hat eine charakteristisch bittere Note und besitzt einen Alkoholgehalt von 4,0 % bis 5,2 %. Helles Malz, weiches Wasser, untergärige Hefe und sehr aromatischer Hopfen bilden die Zutaten. Es wird bundesweit ausgeschenkt. In Deutschland ist Pils oder Pilsner das meistgebraute und getrunkene Bier und es ist eine Sorten- und keine Herkunftsbezeichnung. Bier aus Pilsen wird als „Pilsner Urquell“ angeboten.

Lager
Hierbei wird anfangs die Haltbarkeit des untergärigen, jedoch weniger stark gehopften Bieres in den Vordergrund gestellt. Sie haben zumeist einen leicht höheren Alkoholgehalt. Diese Biersorten sind bundesweit erhältlich. Der Begriff „Lager“ ging in den englischen Sprachgebrauch für (deutsches) Bier ein.

Weizenbier
Ein obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,0 % bis 5,6 %. Kennzeichnend ist der Einsatz von Weizen- neben Gerstenmalz. Es hat meist einen fruchtig würzigen Geschmack und ist überwiegend in Süddeutschland verbreitet. Es ist gefiltert (Kristallweizen) oder ungefiltert (Hefeweizen), meist hell, weniger oft dunkel im Handel.

Helles
Dieses untergärige Bier ist meist ein weniger starkes nach Münchener Brauart, malzbetonter und weniger gehopft, oder Dortmunder Brauart gebrautes Bier. In Bayern ist dem Zeitgeschmack folgend aus dem milderen Dunklen das Helle geworden. Im Norden wird eher ein herbes Helles getrunken (vergleiche dazu Jever).

Starkbier
Biere mit höherem Stammwürzgehalt sind dadurch auch alkoholreicher. Hierzu zählen besonders die Bockbiere, in den Sorten Bock, Doppelbock oder Weizenbock, und das in Deutschland seltenere Porter. Historisch wurden solche Biere ab November über den Winter gebraut und angeboten, da sie nährreicher sind, noch bis in die 1970er Jahre begann die Bockbiersaison erst am 15. November.

Export
Es ist eine besondere Sorte im Sortiment der Brauereien, auch als Premium bezeichnet. Es ist im deutschsprachigen Raum ein untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 12 % bis 14 % und einem Alkoholgehalt von meistens etwas über 5 %. Es kann hell oder dunkel sein, Export gibt es in den traditionellen Dortmunder, Münchner und Wiener Brauarten.

Kölsch
So darf sich ein Bier nur nennen, wenn es in Köln gebraut wird (ausgenommen sind Brauereien außerhalb des Stadtgebiets von Köln, die an der Bezeichnung „Kölsch“ bereits vor Inkrafttreten der Kölsch-Konvention einen wertvollen Besitzstand erworben hatten. Beispiel: Zunft Kölsch aus Wiehl) und ist obergärig. Es enthält 4,8 % Alkohol und wird in Köln und Umgebung ausgeschenkt.

Altbier
wird ebenfalls obergärig gebraut. Es hat einen Alkoholgehalt von etwa 4,8 % und ist vor allem am Niederrhein beheimatet. Die Herkunft des Namens geht wohl auf „nach alter Brauart“ zurück, es ist ein dunkles, bitteres Bier, das unter anderem in Düsseldorf beliebt ist.

Schwarzbier
Durch die Auswahl des Malzes erreicht man eine tiefe Farbe, nach der das Bier den Namen erhalten hat. Heutzutage kann man es aber auch in einer hellen Variante herstellen. Es wird untergärig gebraut, schmeckt vollmundig und hat einen Alkoholgehalt von 4,8 bis 5 %. Es wird überwiegend in Mitteldeutschland hergestellt.

Dunkelbier
Dies ist eine alte Biersorte, die farblich zwischen Hellem und Schwarzbier angesiedelt ist, meist ist der Malzanteil höher und es schmeckt vollmundig. Ein besonderes Dunkel ist das alkoholschwache Malzbier oder Karamelbier.

Berliner Weiße
macht durch seine spezielle Brauart das Bier leicht säuerlich. Der Alkoholgehalt ist mit 2,8 % für ein Bier sehr niedrig. Es wird obergärig gebraut und hat seinen Ursprung in Berlin und seiner Umgebung. Es wird für gewöhnlich als Rot (mit süßem Himbeersaft oder -sirup) oder Grün (mit erfrischendem Waldmeistersaft oder -sirup) ausgeschenkt. Mit Strippe bedeutet, dass zur Erhöhung des Alkoholanteils ein Kümmel-Schnaps zugesetzt ist.

Märzen
Es hat mehr Stammwürze und einen höheren Alkoholgehalt. Es wurde früher nur im Frühjahr gebraut (deshalb Märzen) und auf den Festen im Sommer (insbesondere zur Kirchweih) ausgeschenkt.

Gose
ist ein obergäriges, helles Weißbier/Traditionsbier aus Sachsen und Thüringen und wird heute wieder in Leipzig gebraut. Man trinkt es ähnlich wie die Berliner Weiße mit Kümmel-Likör oder Johannisbeersaft. Pur schmeckt es säuerlich und erfrischend.

Spezialbiere

Diese sind oft nur regional verbreitet oder werden in besonderen Brauverfahren hergestellt. Solche Biere sind auch die in Kleinmengen hergestellten der Brau-Gaststätten. Zu ihnen zählen unter anderem Weizenbock, Eisbock, Rauchbier, Roggenbier oder unterschiedliche Festbiere für lokale Anlässe, von größerer Bedeutung sind hierbei das Wiesnbier zum Münchner Oktoberfest und die für die weitere Verbreitung erbrauten Oktoberfestbiere. Auch zu anderen Festen wird spezielles Festbier gebraut: (Annafest, Bergkirchweih).

Zwickelbier
Diese Gruppe umfasst Kellerbier, Zoigl, Hausbräu und im Kommunbrauhaus hergestelltes oder die beim Bierfassen abgezweigte Biersorte. Es ist ein ungefiltertes und naturtrübes Bier, das vor allem in Franken verbreitet ist."

(Seite „Bier in Deutschland“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 24. Oktober 2015, 09:48 UTC.
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(Abgerufen: 6. Januar 2016, 19:26 UTC) )

 

Bierkalender:

Saisonbiere werden für bestimmte Anlässe, zu den Jahreszeiten und als Festbiere kreiert und variiert. Diese Biere sind oft besonders interessant und außerhalb der Region kaum zu beschaffen. Das bekannteste Saisonbier ist natürlich das Oktoberfestbier, zu die Münchener Brauereien ihre Version beitragen. Gleich darauf folgt das Weihnachtsbier. Im Frühjahr und Sommer gibt es spezielle frische und reife Biere.

Aus diesem besonderen Angeboten werden Sie uns immer eine große Auswahl finden.